Terrarium

Für eine Gruppe von zwei adulten Königspythons, mit einer Gesamtlänge zwischen 120 cm und 130 cm, sollte das Terrarium schon eine Grösse von 150 cm x 100 cm x 100 cm ( Breite, Höhe, Tiefe) sein, da der Bewegungsdrang dieser Art nicht so hoch wie bei anderen Arten ist.
Nach oben sind der Größe jedoch keine Grenzen gesetzt.
Jüngere, nicht ausgewachsene Python regius kann man in entsprechend kleineren Terrarien pflegen.

Um die Bewegungsfläche der Terrarien zu erhöhen, können Zwischenböden eingezogen werden, die dann je nach ihrer angebrachten Höhe in verschiedenen Temperaturzonen des Terrariums liegen.
Diese werden auch häufig als Ruheplätze genutzt

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Einrichtung

Die Einrichtung soll einen Unterschlupf bzw. eine Versteckmöglichkeit aufweisen, das Material ist dabei zweitranging wie z.B.Ton-Blumentöpfe, Plastik-Blumentöpfe mit Schlupfloch, Holz oder Kork oder aus dem Handel fertige Höhlen aus Kunststoff usw.
Wichtig ist, dass alle Versteckmöglichkeiten gut zu reinigen bzw. desinfizieren sind und das Versteck vor allem eng ist.
Damit wird dem Python ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt.
Ein Wassergefäß mit frischem Wasser muß stets zur Verfügung stehen.
Als Bodengrund verwenden wir Aspen-Einstreu aus dem Handel und Zeitungspapier.
Als Beleuchtung können verschiedene Beleuchtungskörper aus dem Handel verwendet werden.
Wichtig ist, dass alles gut abgesichert ist und die Tiere keinen Stromschlag erleiden und vor allem dass sie sich nicht durch direkten Kontakt verbrennen.

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Temperatur

Die Lufttemperatur tagsüber ca. 28°C - 30°C (lokal bis 35°C)
Die Nachttemperatur ca. 25°C (Februar bis November)
Die Nachttemperatur wird weiter abgesenkt auf ca. 20°C bis 22°C (November bis Februar)

Die erforderlichen Temperaturen werden erreicht mittels Heizthermostatate mit Nachtabsenkung und Steuerung, Heizmatten, Heizkabel und Heizbänder oder verschiedenen Beleuchtungskörpern.

Luftfeuchte

Die Luftfeuchte soll ca. 70% bis 80% sein. (März bis Oktober) In der Trockenzeit auch darunter.
In der Natur verbringen Python Regius die meiste Zeit in unterirdischen Bauten von Nagern.
Hier haben sie eine natürliche Feuchtigkeit durch das umgebende Erdreich das zum Wohlbefinden beiträgt.
Im Terrarium muß nachgeholfen werden z.B. durch Sprühen oder Ultraschallvernebler, größere Wasserbehälter (Verdunstung) und Einbringen verschiedener Substrate, (z.B. Moos) die etwas feucht gehalten werden.

Nahrung

In freier Wildbahn scheint Python regius alles zu erbeuten was er überwältigen kann.
Vögel, Ölpalmenhörnchen, Wimperspitzmaus, Urwaldgalago, Gambia-Riesenhamsterratte, Braunes Langohr, Flughunde und andere Säugetiere. Python regius jagt seine Beute vornehmlich, aber nicht ausschließlich, in ihren Bauten.

Vitaminzufuhr

Fütterung

Ich halte es bei der Fütterung für sinnvoll, die Tiere zu trennen.
So kommt es nicht zu versehentlichen Bißverletzungen der Schlangen untereinander.
Ferner haben Tiere, die nicht so schnell ihre Beute schlagen die Möglichkeit diese in Ruhe zu beäugen.
Ob frost oder frisch getötet gefüttert wird bleibt jedem Pfleger selbst überlassen.
Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass beim Beuteschlagen die Produktion von Verdauungssäften bei Schlangen angeregt wird.
Wenn immer Möglich gleichzeitig Vitamine zugeben.

Nahrungsverweigerung

Nicht jede Nahrungsverweigerung muss kritisch und bedrohlich gesehen werden.
So stellen die Weibchen in der Regel 3 bis 8 Wochen vor der Eiablage die Nahrungsaufnahme ein.
Auch kommt es vor, dass männliche Tiere in der Paarungszeit nicht oder nur sporadisch an die angebotenen Futtertiere gehen.

Grundsätzlich sollte man bei einer Nahrungsverweigerung die Haltungsbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit überprüfen. Auch die Terrarieneinrichtung sollte hinsichtlich der Versteckmöglichkeiten und überprüft werden.
Sie sind für das Wohlbefinden des Königspythons von großer Wichtigkeit.

Da der Königspython dämmerungs- / nachtaktiv ist sollte man die Fütterung in seine Aktivitätszeit legen.

Geschlechtsbestimmung

Weibchen werden größer und Männchen können bei gleicher Größe einen längeren Schwanz aufweisen.
Die Aftersporne sind bei Männchen besser entwickelt usw.
Diese u.a. sichtbaren Unterschiede sind bei Python Regius individuell unterschiedlich ausgeprägt, aber damit sind sie nicht "sicher" bestimmbar.