Allgemeines

Die Kornnatter ist eine in Terrarien weit verbreitete Natternart, die zwar im Gegensatz zur Hausschlange etwas „hektisch“ ist, aber im Umgang sehr unproblematisch. Diese etwas größere (bis 180 cm), als Anfängerschlange betitelte Natter ist besonders wegen ihrer vielfältigen Zeichnung auch bei Profis sehr beliebt. Besonders bemerkenswert sind die verschiedensten Farbvarianten wie Ghost, Snowball und Albino. Ihr Lebensraum erstreckt sich von den mittleren bis südöstlichen vereinigten Staaten bis Nordostmexiko.

Haltung

Die Kornnatter fühlt sich bei Temperaturen um tagsüber 24-28 Grad (örtlich bis 30) und nachts ca.18-20 Grad am wohlsten. 40% - 65% rel. Luftfeuchte sind ausreichend. Als Bodengrund habe ich mit Terrarienerde von JBL bisher die besten Erfahrungen gemacht, da man hier den Kot schnell erkennt und leicht entfernen kann. 2-3x wöchentlich Sprühen mit handwarmem Leitungswasser ist angebracht. Kletteräste und Rinderstücke oder Tontöpfe als Höhlen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Künstliche Pflanzen machen das Ganze optisch noch vollständig, sind aber für die Schlangen ohne Bedeutung.

Futter

Kornnattern gelten im Allgemeinen als „Mülleimer“. Die Empfehlung, alle 3 Tage eine Maus zu füttern, halte ich allerdings für zu viel.
Alle sieben Tage ist völlig ausreichend, wenn man sie nicht gerade „mästen“ will.


Verhalten:

Die Kornnatter ist ein dämmerungs- und nachtaktives Tier, was jedoch in der kühlen Jahreszeit öfters seine Aktivität in die Morgenstunden verlegt, wobei die Hauptaktivität die Dämmerung ist. Tiere, die zu kühl gehalten werden zeigen deshalb auch im Terrarium oft ein tagaktives Verhalten.

Terrarium:

Das Terrarium (80 x 50 x 80 cm für ein Pärchen) sollte mit einer Heizung ausgestattet sein, die sowohl warme als auch kühle Regionen schafft. Die Beluchtung sollte im Sommer bei ca. 12-14 Stunden und im Winter bei ca. 10-11 Stunden liegen. Das Terrarium sollte mit ausreichend Kletter- und Versteckmöglichkeiten, sowie einem Wassergefäß versehen sein. Der Bodengrund kann aus Buchenholzgranulat bestehen.

Zucht:

Adulte Tiere sollten etwa zwei Monate bei ca. 18°C überwintert werden. Etwa einen Monat nach Beendigung der Winterruhe paaren sich die Tiere. Wieder 4-6 Wochen darauf legt das Weibchen zwischen 10 und 30 Eier, woraufhin nach ungefähr 60 Tagen die ca. 20 cm langen Jungtiere schlüpfen.

Inkubation:

Die Eier bei ca. 25° C zeitigen.

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